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Arbeitsrechte in prekären Lebenslagen. Warum Beschäftigte ihre Rechte nicht einfordern (können)

Werkstattgespräch am 12. November 2026, 16.00-17.15 Uhr

Dr. Nikolai Huke, Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Fachbereich Sozialökonomie, Universität Hamburg

Das deutsche Arbeitsrecht garantiert formal weitreichende Schutzrechte für Beschäftigte. In der Realität von Beschäftigten in prekären Lebenslagen klaffen Rechtsnorm und Rechtswirklichkeit jedoch häufig weit auseinander. Verstöße gegen den Mindestlohn, unbezahlte Mehrarbeit oder die Missachtung von Urlaubsansprüchen und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind in einigen Branchen alltäglich. Dennoch wird der offizielle Rechtsweg von den Betroffenen selten beschritten.

Nikolai Huke stellt in seinem Vortrag Ergebnisse seines empirischen Forschungsprojekts „Arbeitsrechte in prekären Lebenslagen“ vor. Die Untersuchung, gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung, analysiert Ursachen der Nichtinanspruchnahme von Beschäftigtenrechten. Der Fokus liegt auf der Frage, wie multiple Prekaritätsfaktoren – wie Armut, prekäre Aufenthaltstitel oder soziale Isolation – die Handlungsfähigkeit der Beschäftigten einschränken und asymmetrische Machtverhältnisse verfestigen.

Der Vortrag analysiert diese strukturellen Barrieren beim Zugang zum Recht und diskutiert gesellschaftspolitische Konsequenzen einer sozial selektiven Rechtsdurchsetzung.

Zugang zur Veranstaltung (Zoom-Link): https://us02web.zoom.us/j/81487382499?pwd=QR4iDJ6S2bbWy1faLZlKn2lMy4U0FD.1

Meeting-ID: 814 8738 2499, Kenncode: 926585

Hier geht es zum Gesamtprogramm.

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