Werkstattgespräch am 6. November 2025, 16.00-17.15 Uhr
Rechtliche Strategien in der sozial-ökologischen Transformation. Wechselwirkungen zwischen Klimaklagen und -aktivismus
Lea Frerichs, Universität Hamburg
Lea Frerichs stellt ihr Dissertationsvorhaben vor, in dem sie die Wirkung rechtlicher Mobilisierung innerhalb der Klimakrise und ihre Bedeutung für die sozial-ökologische Transformation untersucht. Aufbauend auf der Theorie sozialen Wandels von Aykut et al. (2024) wird ein bottom-up Ansatz verfolgt, der Klimaklagen als sozialen Prozess versteht. Diese Verfahren werden nicht allein rechtlich, sondern als Treiber gesellschaftlicher Veränderung analysiert. Im Fokus steht, wie Gerichtsentscheidungen, Akteure und institutionelle Dynamiken zur Transformation beitragen oder sie behindern. Die empirische Forschung basiert auf einer Datenbank zu Gerichtsverfahren mit Klimabezug in Deutschland sowie einem Akteursmapping. Die Wirkung von Klimaklagen wird in den Bereichen Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft untersucht. Dabei werden politische Reaktionen, zivilgesellschaftliche Resonanz und ökonomische Auswirkungen berücksichtigt. Ziel ist es, zu verstehen, wie das Recht zur Bewältigung der Klimakrise als auch zur Behinderung klimaschützender Maßnahmen mobilisiert wird und welche transformative Kraft darin liegt.
